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Behandlung des Shen mit westlichen Kräutern
Schlafstörungen, Unruhe und Ängste

Birte Hinz

Viele Pflanzen haben eine Wirkung auf den Shen.
Ihr Aussehen, ihre Blüten und Düfte als Symbol für Seelen- und Daseinszustände begleiten den Menschen seit der Antike.
Pflanzen haben ein eigenes "Gesicht", eine Signatur. Sie resonieren mit Seelenzuständen und können sie folglich auch behandeln. Neben Einzelpflanzen, wie zum Beispiel Johanniskraut, Linde, Hopfen, Veilchen, Kalmus, Blutwurz werden auch ganze Pflanzenfamilien vorgestellt, die einen starken Bezug zum Shen haben. Dazu gehören Lippenblütler, Doldenblütler, Mohngewächse, Nachtschattengewächse, manche Korbblütler, Rosengewächse, Rautengewächse und andere. Einen kleinen Exkurs wird es zu einigen Bäumen und ihrer Anwendung zur Stabilisierung geben.
Es werden Inhaltsstoffe und ihr Effekt auf den Shen besprochen.
So können zum Beispiel Saponine Schleim zerteilen, Gerbstoffe festigen nicht nur die Häute sondern haben auch eine stabilisierende Wirkung auf den Shen. Ätherische Öle wirken direkt über die Nase auf die Psyche, lassen das Qi fließen, lösen Stagnation auf und transformieren Schleim. Manche haben eine beruhigende, sedierende Wirkung, manche aktivieren und erhellen den Shen.
Interessant ist die differenzialdiagnostische Anwendung der vorgestellten Pflanzen und das Erstellen der Rezepturen.
Nach einem kurzen Überblick über die verschiedenen Ätiologien der Beschwerden und den entsprechenden chinesischen Diagnosen werden wir direkt in die Pflanzenwelt einsteigen.
Es werden in der Gruppe Fälle (gerne auch mitgebrachte!) besprochen, eine Diagnose erstellt, primäre Therapieschritte überlegt und dann mögliche Rezepte erarbeitet.
Es ist sinnvoll, Vorkenntnisse in der Pflanzenheilkunde zu haben. Die TCM-Diagnostik wird als bekannt vorausgesetzt.

Shen residiert im Herzen, besonders im Blut und Yin des Herzens
Jing und Qi sind Wurzeln des Shen
ist das Yin schwach, hat das Jing keine Residenz
ist das Jing ohne Residenz, ist der Shen ohne Behausung


Birte Hinz ist als Heilpraktikerin seit 1996 in eigener Praxis tätig. Ihre Schwerpunkte sind TCM und Pflanzenheilkunde. Sie arbeitet in Achim bei Bremen.
Seit 2009 unterrichtet sie westliche Kräuter in der Chinesischen Medizin in verschiedenen Schulen. Sie organisiert den Thementag und Seminare zu Westlichen Kräutern in der TCM seit 2010 auf dem Rothenburger TCM Kongress.
1991 bis 1995 hat Birte Hinz die Freie Heilpraktikschule Hasenheide e.V., mit den Schwerpunkten TCM bei Ruthild Schulze und Stephan Raatz und Pflanzenheilkunde bei Ulrike Struck, Klaus Krämer und Sibylle van Luijk besucht.
Eine Ausbildung zu westlichen Heilpflanzen in der Chinesischen Medizin hat sie von 2002 bis 2005 bei Dr. rer. nat. Eva Mosheim Heinrich absolviert.

Termine
19./20.10.2019
Kurszeiten
Samstag 10:00 bis 17:30 Uhr
Sonntag 09:00 bis 15:30 Uhr
Creditstunden
14
Kosten
275 €
AGTCM Mitglieder: 220 €
TCM-Fachverband Schweiz Mitglieder: 247 €